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Amazonien - Eine indianische Kulturlandschaft

Einladung zur Beteiligung an einem Klimaschutzprojekt

Aufklärung – Begegnung – Bündnisse zum Erhalt der Erdatmosphäre

 

Juni – September 2019

 

Flüsse und Wald sind die Heimat indigener Gemeinschaften, die die Vielfalt der Flora und Fauna für Ernährung, Medizin, Kleidung und Wohnung nutzen. Ihre Kinder lernen von klein auf zu fischen und im Waldgarten zu helfen. Kulturzentren und Bildungsprogramme ihrer Organisationen sprießen aus dem Boden, um die Werte ihres ganzheitlichen Weltbildes, ihre Kosmologie im jahreszeitlichen Zyklus und die Anpassung an den Raum ihrer Territorien zu vermitteln, damit ihr gemeinschaftliches Leben im Wald eine Zukunft hat: Böden, Gewässer und Klima erhalten bleiben.

Der Druck auf den Wald steigt: das heißt Weltmarktinteressen an Bergbauprojekten, am Aufstau der Flüsse zur Energiegewinnung für die Verarbeitung der Rohstoffe, das Eindringen von Holzhändlern auf ihre Territorien, die Ausbreitung der Rinderweidewirtschaft sowie die Ausdehnung von Ölpalmenplantagen und Sojaanbau auf Kosten des Waldes sind an der Tagesordnung – insbesondere nach der Wahl des neuen Präsidenten in Brasilien.

Indigene Völker haben nach der brasilianischen Verfassung von 1988 Recht auf Territorien. Dieses Recht ist auch in der Konvention 169 der Internationalen Arbeitsorganisation verankert. Das ist ein wirksames Instrument für den Schutz der bedrohten indigenen Völker.

©Heiner Heine

 

Neben Indigenen Völkern leben viele andere Gemeinschaften im Wald, die als „Wächter des Waldes“ bezeichnet werden, so die Kautschuk-Sammler, Flussanwohner, Nachfahren der entflohenen Sklaven (Quilombolas) und Fischer. Sie alle sind bedroht. Ihre Rechte werden missachtet. Großprojekte führen zu Vergiftung, Vertreibung, Tod. Der Schutz des Waldes ist nicht gewährleistet. Das Klima verändert sich und mit ihm der jahreszeitliche Rhythmus.

 

Am 9. Juni 2019 um 11:00 Uhr wird die Ausstellung eröffnet und ist dort bis zum 29. September 2019 auch mit Gruppen zu besuchen: die Ausstellung in der Ev. Kirchengemeinde Zum Guten Hirten in Friedenau wird in dieses zentrale lebenswichtige Thema unserer Generation einführen. Was haben Menschenrechte, Klima und Vielfalt miteinander zu tun?
 

Bei Interesse an Gruppenführungen durch die Ausstellung nehmen Sieb bitte Kontakt auf zu:

Prof. Dr. Clarita Müller-Plantenberg

muellerp@uni-kassel.de