Veröffentlicht am So., 10. Mai. 2020 01:00 Uhr

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Kantate 10. Mai 2020 - Video Gottesdienst mit Instrumenten, Liedern und Gesang

"David nahm die Harfe und spielte darauf mit seiner Hand. So erquickte sich Saul, und es ward besser mit ihm." 1.Sam 16,23


Orgelvorspiel

Eröffnung

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen.

Herzlich willkommen in unserem Online Gottesdienst.

Heute wird es musikalisch, denn wir feiern Kantate: Singt! An diesem 4. Sonntag nach Ostern loben wir Gott mit noch mehr Liedern als sonst, weil die Musik das verstärkt, was wir mit unseren Worten zu sagen versuchen.

Wir freuen uns, dass Sie heute mit uns feiern und haben uns extra Verstärkung geholt, um die Kraft der Musik über den Bildschirm zu Ihnen zu tragen!


In Tansania, wo wir Anfang des Jahres in kirchlicher Mission waren, da kann man das spüren. In diesem Gesang, meistens nur spärlich begleitet von einer Trommel oder einem E-Piano, gesungen von verschiedenen Chören, schwingt alles mit, die Heuschreckenplage, Corona, die vielen sozialen Probleme. Es wird nicht einfach weggesungen oder ausgeblendet, das Leid gehört einfach dazu, der Glaube und die Dankbarkeit aber auch. Pastorin Gladness, mit der ich seit unserem Aufenthalt in regelmäßigem Kontakt stehe, schickt mir immer wieder Musikvideos mit gesungenen Gebeten aus ihrer Heimat. Es geht dabei sehr viel um Dankbarkeit, Lebensfreude, Hoffnung, unerschütterliches Vertrauen in Gott. Jede Nachricht startet mit „Bei uns gibt es keine Sorgen, wir danken Gott dafür!“

Wenn wir später gemeinsam singen, möchten wir gerne diesen Gedanken an Tansania aufnehmen, auch mit Worten dieser Sprache, Kiswahili:

Siku zote Mungu kwetu. Jeden Tag ist Gott bei uns.

Tunamshukuru Mungu. Wir danken Gott.

Mungu atubariki. Gott segne uns.

Tunamsifia Mungu. Wir loben Gott.

Und wir stellen uns dabei vor, dass wir Sie alle mitnehmen in dieses gesungene Gebet, auch alle Sorgen, Nöte und Herausforderungen, die diese Zeit für Sie mit sich bringen, aber auch all das Schöne, für das wir trotzdem dankbar sein können.


Lied: Masithi Amen

Singt Amen, / Amen! Wir preisen Gott den Herrn! / Singt Amen, / Amen! Wir preisen Gott den Herrn! / Singt Amen, / Amen, Amen, Amen, Amen, / Amen! Wir preisen Gott den Herrn!

Masithi. / Amen siakudumisa. / Masithi. / Amen siakudumisa. / Masithi. / Amen bawo, Amen bawo, / Amen siakudumisa.

Singt Amen, / Amen! Wir preisen Gott den Herrn! / Singt Amen, / Amen! Wir preisen Gott den Herrn! / Singt Amen, / Amen, Amen, Amen, Amen, / Amen! Wir preisen Gott den Herrn!

Melodie und Text: Stephan Cuthbert Molefe (Xhosa)

Deutsch: Dieter Trautwein


aus Psalm 91

Ein Psalm Davids, vorzusingen.

Die Himmel erzählen die Ehre Gottes,

und die Feste verkündigt seiner Hände Werk.

Ein Tag sagt's dem andern,

und eine Nacht tut's kund der andern,

ohne Sprache und ohne Worte;

unhörbar ist ihre Stimme.

Ihr Schall geht aus in alle Lande

und ihr Reden bis an die Enden der Welt.

Er hat der Sonne ein Zelt am Himmel gemacht;

sie geht heraus wie ein Bräutigam aus seiner Kammer

und freut sich wie ein Held, zu laufen die Bahn.

Sie geht auf an einem Ende des Himmels

und läuft um bis wieder an sein Ende,

und nichts bleibt vor ihrer Glut verborgen.


Gebet

Du Gott, dem wir unser Leben verdanken,

wir staunen! Deine Schöpfung bricht sich Bahn,

deine Werke sind so viel größer als wir selbst.

Wir leben aus dem Empfangen dieser Geschenke,

wir sind ein untrennbarer Teil deiner Schöpfung,

und das löst Dankbarkeit in uns aus –

Unendliche Dankbarkeit, weil du uns versorgt hast

und ständig weiter versorgst

und wir zuzugreifen

und daraus leben können.

Danke und: Amen



Lasst uns im Gesang Gott loben mit dem Lied „Du meine Seele singe“


Lied: Du meine Seele singe, EG 302,1 und 8

1. Du meine Seele, singe, / wohlauf und singe schön / dem, welchem alle Dinge / zu Dienst und Willen stehn. / Ich will den Herren droben / hier preisen auf der Erd; / ich will ihn herzlich loben, / solang ich leben werd. /

8. Ach ich bin viel zu wenig, / zu rühmen seinen Ruhm; / der Herr allein ist König, / ich eine welke Blum. / Jedoch weil ich gehöre / gen Zion in sein Zelt, / ist's billig, daß ich mehre / sein Lob vor aller Welt.

Text: Paul Gerhardt 1653

Melodie: Johann Georg Ebeling 1666



Lesung: 1. Samuel 16,14-23

Der Geist des Herrn aber wich von Saul, und ein böser Geist vom Herrn verstörte ihn. Da sprachen die Knechte Sauls zu ihm: Siehe, ein böser Geist von Gott verstört dich. Unser Herr befehle nun seinen Knechten, die vor ihm stehen, dass sie einen Mann suchen, der auf der Harfe gut spielen kann, damit, wenn der böse Geist Gottes über dich kommt, er mit seiner Hand darauf spiele, und es besser mit dir werde.

Da sprach Saul zu seinen Knechten: Seht nach einem Mann, der des Saitenspiels kundig ist, und bringt ihn zu mir. Da antwortete einer der jungen Männer und sprach: Ich habe gesehen einen Sohn Isais, des Bethlehemiters, der ist des Saitenspiels kundig, ein tapferer Mann und tüchtig zum Kampf, verständig in seinen Reden und schön, und der Herr ist mit ihm. Da sandte Saul Boten zu Isai und ließ ihm sagen: Sende deinen Sohn David zu mir, der bei den Schafen ist.

Da nahm Isai einen Esel und Brot und einen Schlauch Wein und ein Ziegenböcklein und sandte es Saul durch seinen Sohn David. So kam David zu Saul und diente ihm. Und Saul gewann ihn sehr lieb, und er wurde sein Waffenträger. Und Saul sandte zu Isai und ließ ihm sagen: Lass David mir dienen, denn er hat Gnade gefunden vor meinen Augen.

Wenn nun der Geist Gottes über Saul kam, nahm David die Harfe und spielte darauf mit seiner Hand. So erquickte sich Saul, und es ward besser mit ihm, und der böse Geist wich von ihm.


Lied: Siku zote Mungu kwetu. Jeden Tag ist Gott bei uns.


Predigt

Siku zote Mungu kwetu. Jeden Tag ist Gott bei uns. Wie merken wir das?

Wir merken das in diesem Gottesdienst, hier mit unseren Sängern. Wir merken das durch die Musik.

Wir habe ein irre Geschichte gehört. Saul besetzt von einem bösen Geist. Was mag das heißen? Traurig, depressiv, besetzt von Gedanken, dass bringt etwas passieren könnte mit ihm. Und da kommt dieser David. Der Text sagt uns: Er war kundig im Hafenspiel. Und immer wenn es Saul schlecht ging und David die Harfe spielte, dann „ward es mit ihm besser.“

Was schafft die Musik? Die Musik macht es uns besser, die Musik überbrückt Grenzen. Wir habe Lieder aus Tansania gesungen, das sind uns die Menschen, die ihr besucht habt, ganz ganz ganz nah. Wir spüren, welche Kraft, welche Zuversicht aus dieser Musik über Tausende von Kilometern hier in unseren Gottesdienst hineinkommt. Das macht etwas mit uns. Das gibt uns Mut in schweren Zeiten wie diesen. Wir haben gehört, welche Sorgen auch die Menschen, die Gemeinden in Tansania haben. In diesen Sorgen sind sie mit uns verbunden, aber auch in der Hoffnung und in der Zuversicht.

Just als wir diesen Gottesdienst begonnen haben, war einer unter uns, der hat seit acht Wochen zum ersten Mal wieder diese Orgel gehört. Und ihr hättet ihr ihn sehen sollen, was das mit ihm gemacht hat. Die alte Zeit hier aus dieser Kirche ist wieder da. Wir sind zwar mittendrin auch in einer schweren Zeit, aber die gesamte Kraft der Gemeinde, der Gottesdienste, der Musik, des Gesangs, ist wieder da. Das muss man natürlich vorher pflegen und Musik braucht Übung. Wir haben es gemerkt, wie wichtig ist, dann wenn es einen schlecht ging, kundig zu sein in der Musik und mit der Kraft der Instrumente.

Immer, wenn David spielte, ward es mit Saul besser. Das wünschen auch wir uns hier in diesem Gottesdienst, das wünschen wir Ihnen, das was wünschen wir uns als Gemeinde. Und wie heißt es? „Jeden Tag ist Gott bei uns.“ Manchmal merkt man das nicht so richtig, aber wenn man Musik macht, dann merkt man es. Amen.


Lied: Ich sing dir mein Lied

1. Ich sing dir mein Lied, in ihm klingt mein Leben. / Die Töne, den Klang hast du mir gegeben / von Wachsen und Werden, von Himmel und Erde, / du Quelle des Lebens, dir sing ich mein Lied.

8. Ich sing dir mein Lied, in ihm klingt mein Leben. / Die Töne den Klang hast du mir gegeben / von Zeichen der Hoffnung auf steinigen Wegen / du Zukunft des Lebens. Dir sing ich mein Lied.

Text und Melodie: aus Brasilien

Deutscher Text: Fritz Baltruweit und Barbara Hustedt


Kollekte

Für die Kirchenmusik in der EKBO – in unserer Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

Spenden Sie direkt hier: https://www.ekbo.de/spenden.  


 

Fürbitten und Vaterunser 

Lasst uns Fürbitte halten.

Barmherziger und ewiger Gott,

wir beten für die Menschen, die sich nach fröhlichen Liedern sehnen,

denen selbst aber keines mehr über die Lippen geht.

Richte sie auf, tröste sie und schenke ihnen Perspektive.

Wir rufen zu dir:

Herr, erbarme dich!


Wir beten für die Menschen, die das Lob deiner Schöpfung vergessen haben und sich wie selbstverständlich daran bedienen, ohne Rücksicht auf Verluste.

Öffnen ihnen Augen und Herz und lass sie empfänglich werden für die mahnenden Stimmen anderer.

Wir rufen zu dir:

Alle: Herr, erbarme dich!


Wir beten für die Menschen weltweit, die gerade vergessen werden,

die in großer Not sind, aber in keinen Nachrichten auftauchen

und so weder Hilfe noch Spenden erfahren.

Höre du ihre Not und ihre Gebete und wecke die Verantwortlichen und Starken auf,

damit sie begreifen, dass auch die aktuelle Krisenzeit von uns verlangt,

unseren Nächsten zu bedenken.

Wir rufen zu dir:

Alle: Herr, erbarme dich.


Gemeinsam beten wir, wie es uns Jesus Christus gelehrt hat:


Vater unser im Himmel.

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe,

wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit

in Ewigkeit.

Amen.


Lied: Christ ist erstanden, EG 99

Christ ist erstanden / von der Marter alle; / des solln wir alle froh sein, / Christ will unser Trost sein. / Kyrieleis.

Wär er nicht erstanden, / so wär die Welt vergangen; / seit daß er erstanden ist, / so lobn wir den Vater Jesu Christ. / Kyrieleis.

Halleluja, / Halleluja, / Halleluja! / Des solln wir alle froh sein, / Christ will unser Trost sein. / Kyrieleis.

Text: Bayern; Österreich 12. bis 15. Jh.

Melodie: Salzburg 1160/1433, Tegernsee 15. Jh., Wittenberg 1529

Segen

Orgelnachspiel





Mitwirkende dieses Gottesdienstes:

Andreas Jahn, Silke Kettelhack, Kentaro Kitamura, Sebastian Leenen Karin Lorentz, Rebekka Luther, Peter Martins, Ruth Pfriem, Carla Scholz, Karen Steinmetz

Kategorien Gottesdienst per Video