Veröffentlicht am Mo., 8. Jun. 2020 14:51 Uhr


Interview mit Bärbel Würfel, Leiterin des Kindergartens, über ihre Arbeit mit den Kindern, zusammen mit ihren Kolleginnen Vanessa Koppenburg und Doris Kliesch.



Peter Martins: Hallo Bärbel, wie geht es Dir in der 13. Corona-Woche?

Bärbel Würfel: Am Anfang gab es ja noch vieles aufzuarbeiten und die Eltern und Kinder haben das Beste aus der Situation gemacht: Nacharbeiten, Aufräumen, im Nachtcafé helfen – vieles, was einfach liegengeblieben war. Über unseren Blog waren wir immer gut mit den Eltern in Verbindung. Wo immer möglich, haben wir aber auch den persönlichen Kontakt gehalten.

Peter Martins: Wie habt ihr das auf Abstand gemacht?

Bärbel Würfel: Wir haben regelmäßig Basteltüten zusammengestellt, für jedes Kind und die haben wir dann persönlich vorbeigebracht.

Peter Martins: Ihr habt die Familien besucht.

Bärbel Würfel: Ja, ganz bewegende Begegnungen waren das. An einer Wohnungstür fragte mich mal ein Kind ganz erstaunt: „Hast du Angst vor Corona?“ „Ich hab‘ keine Angst“, habe ich da gesagt. Aber es ist schon sehr schwer. Das Abstandgebot bremst die Kinder richtig aus, es tut in der Seele weh, ihnen zu vermitteln, dass man sich jetzt mal nicht einfach so drücken darf.

Peter Martins: Seit ein paar Wochen sind wieder Kinder da.

Bärbel Würfel: Ja, das ist schön – und montags schauen wir uns immer zusammen den Kindergottesdienst im Video an und reden drüber. Das ist wichtig, dann erinnern sich die Kinder an den „echten“ KiGo in der Kirche – auch das ist gut gegen die Angst und es vermittelt den Kindern ein Stück Hoffnung.




8. Juni 2020

Kategorien Nah dran an den Familien