Ein bunter Stoff aus Zeit, Herz und gelebtem Können

Ein bunter Stoff aus Zeit, Herz und gelebtem Können

Ein bunter Stoff aus Zeit, Herz und gelebtem Können

# Gemeindekirchenrat

Ein bunter Stoff aus Zeit, Herz und gelebtem Können

Im Guten Hirten entsteht Gemeinschaft wie ein bunter Stoff. Er wächst aus vielen einzelnen Fäden – Menschen, Begabungen, Zeiten und Ideen –, die miteinander verbunden sind und gemeinsam Halt und Lebendigkeit schaffen. Das Ehrenamt ist ein wichtiger Teil dieses Stoffes: Es gibt Struktur und Verlässlichkeit und prägt das Leben unserer Gemeinde.

Wie wertvoll diese einzelnen Fäden sind, zeigte sich auch im vergangenen Jahr im gesamten Evangelischen Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg. Ehrenamtliche wurden gefragt, warum ihnen ihr Engagement in der evangelischen Kirche so wichtig ist. Die von Michael Volz, Beauftragter für Ökumene und Ehrenamt im Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg, durchgeführte Befragung macht sichtbar, wie viel Herz, Zeit und Überzeugung in diesem Dienst steckt. Die Ergebnisse sind jetzt auf der Homepage des Kirchenkreises veröffentlicht.

In unserer Gemeinde fand im Sommer 2025 ein Themenabend zum Ehrenamt statt. Im Folgenden eine Zusammenfassung der im November erschienenen Dokumentation.

Ehrenamt bei uns – vielfältig und verbunden

Zum Themenabend im Großen Saal des Gemeindehauses kamen 23 Ehrenamtliche aus ganz unterschiedlichen Bereichen zusammen: aus Chören, Kirch- und Lektorendienst, dem Nachtcafé, thematischen Arbeitskreisen sowie die Vorsitzenden von Gemeindekirchenrat und Gemeindebeirat. Der Abend machte sichtbar, wie bunt und lebendig das Ehrenamt im Guten Hirten ist – viele Fäden, die hier zusammenlaufen.

Ein Blick auf die Zahlen unterstreicht das: Insgesamt engagieren sich 356 Ehrenamtliche regelmäßig in unserer Gemeinde. Viele übernehmen mehrere Aufgaben gleichzeitig und halten so verschiedene Fäden des Gemeindelebens zusammen. Hinzu kommen zahlreiche Menschen, die sich spontan oder projektbezogen einbringen – oft leise, aber unverzichtbar.

Ein Schatz an Erfahrung

Besonders eindrucksvoll war die gemeinsame Erfahrung der Anwesenden: Die 23 Teilnehmenden des Themenabends brachten zusammen über 300 Jahre ehrenamtliches Engagement mit. Diese Zahl steht für Kontinuität und Verbundenheit. Zugleich zeigt sich: Der Stoff unserer Gemeinde ist in Bewegung – er erneuert sich, wenn neue Menschen ihre Fäden einweben.

Was Ehrenamt trägt

Ehrenamt gelingt dort besonders gut, wo die Fäden gut geführt werden: durch klare Aufgaben, verlässliche Kommunikation und wertschätzende Begleitung. Gemeinschaft, Musik, Gottesdienste und sinnstiftende Aufgaben geben dem gemeinsamen Tun Form und Struktur. So bleibt der Stoff tragfähig.

Wo Fäden unter Spannung geraten

Gleichzeitig wurde offen benannt, wo einzelne Fäden unter Druck geraten: Zeitmangel, Überforderung oder unklare Zuständigkeiten können das Miteinander belasten. Fehlende Absprachen oder organisatorische Hürden strapazieren den Zusammenhang. 

Was Ehrenamt stärkt

Gewünscht wurden klare Informationen, transparente Absprachen und gute Unterstützung. Schulungen und Fortbildungen sollen leicht zugänglich sein und nicht als zusätzliche Last, sondern als Stärkung erlebt werden. Feste Ansprechpersonen, klare Abläufe, Austausch und sichtbare Wertschätzung helfen, das gemeinsame Muster weiterzuentwickeln.

Warum Menschen sich einbringen

Die wichtigste Motivation fürs Ehrenamt ist die Freude: an Gemeinschaft, an Begegnung und daran, gebraucht zu werden. Anderen zu helfen, Verantwortung zu übernehmen und eigene Begabungen einzubringen, wird als sinnstiftend erlebt.

Rückblick und Ausblick

Der Themenabend wurde als lebendig, informativ und gut organisiert erlebt. Besonders geschätzt wurden der Austausch und das Kennenlernen. Angeregt wurde, Ehrenamtliche künftig noch besser im Blick zu behalten und Informationen zentral zu bündeln. Klare, verständliche Absprachen sollen helfen, Aufgaben, Zuständigkeiten und zeitliche Grenzen gut zu regeln.

Danke an alle, die mit ihren Fäden – Zeit, Ideen und Engagement – den Stoff des Miteinanders im Guten Hirten mitgestalten und tragen.

pm

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