Abschied von unsrem Jugendmitarbeiter Sebastian Leenen

Abschied von unsrem Jugendmitarbeiter Sebastian Leenen

Abschied von unsrem Jugendmitarbeiter Sebastian Leenen

# CJF

Abschied von unsrem Jugendmitarbeiter Sebastian Leenen

Am „Hirten-Sonntag“ verabschiedeten wir unseren Jugendmitarbeiter Sebastian Leenen im Pfarrsprengel: Grußworte kamen von der Christlich-Bündischen Jugend Friedenau, der GKR-Vorsitzenden Claudia Bühler und dem Kirchenkreis; Sebastian verabschiedete sich mit Dialogpredigt und Lied.

Lieber Sebastian, du hast über neun Jahre die Jugendarbeit in unserem Pfarrsprengel mit großem Engagement, mit Zeit, mit Herz und mit Glauben geprägt. Du hast Kinder und Jugendliche begleitet, hast zugehört, ermutigt, getragen und Gemeinschaft möglich gemacht. Heute nehmen wir Abschied von dir in diesem Dienst.

Lieber Sebastian, wenn wir heute Danke sagen, dann tun wir das nicht nur für die letzten neun Jahre hier im Pfarrsprengel – sondern auch für den Weg, der dich hierhergeführt hat. Du bist 1973 in Mönchengladbach geboren. Dein Weg zum Glauben war kein selbstverständlicher von Anfang an, sondern ein eigener, bewusster: Mit 21 Jahren hast du dich taufen lassen und deinen Glauben gefunden. Und dieser Glaube hat dich weitergeführt: Nach einer Ausbildung zum Elektroniker hast du dich entschieden, noch einmal neu aufzubrechen und Gemeindepädagogik an der Evangelischen Hochschule Berlin zu studieren. Schon vorher hast du Verantwortung übernommen – in der Gemeindeleitung einer Baptistengemeinde, und eigentlich schon viel früher: als Pfadfinder, als jemand, der draußen unterwegs ist, Gemeinschaft lebt, Verantwortung übernimmt. Fünf Jahre lang warst du selbstständig in der Jugendarbeit tätig, hast Fahrten geleitet als Erlebnispädagoge, hast junge Menschen begleitet – nicht nur im Gespräch, sondern im Unterwegssein, im Erleben, im Wachsen. Dann kam Refo Moabit – eine Gemeinde im Aufbruch, eine Neugründung, ein Experiment von Kirche mitten in der Stadt. Du warst von Anfang an dabei, hast mit aufgebaut, mitgestaltet – und ganz praktisch mit angepackt, mit 50 % als Elektro-Hausmeister.

Seit 2016 bist du nun hier im Pfarrsprengel tätig, ebenfalls mit halber Stelle in der Jugendarbeit. Und viele hier wissen, was das bedeutet: unzählige Gruppenstunden, Freizeiten, Gespräche, Begleitungen, kleine und große Momente. Und vor allem die jährliche große Osterfreizeit. Du warst gern Teil der christlichen-bündischen Jugend Friedenau – hast dein Halstuch bekommen, nach 2 Jahren, und nach 3 Jahren auf einer Pilgertour deinen Fahrtennamen: „Själo“ – Seele. Und wer dich erlebt hat, der ahnt: Dieser Name passt. Dein Herz schlägt für das Pilgern, für das Unterwegssein – äußerlich und innerlich. Und auch für die Taizé-Andachten, die du hier etabliert hast. Und ja – manchmal entstehen solche Dinge ganz unscheinbar: durch einen Impuls, einen Hinweis – in deinem Fall auch durch unseren Hausmeister Scholle. Und als ich dich gefragt habe nach den Highlights hier, dann nennst du nicht Programme oder Zahlen, sondern etwas anderes: Gastfreundschaft. Herzlichkeit. Wertschätzung.

Und du sagst: Du hast dich immer gut aufgenommen gefühlt – von den Jugendlichen. Heute ist für dich der Moment gekommen, die Jugendarbeit zu beenden. Nicht, weil nichts mehr da wäre – sondern weil etwas Neues wächst: Du bist gerade in der KSA-Ausbildung – der klinischen Seelsorgeausbildung. Das heißt: Menschen begleiten in ganz existenziellen Situationen, zuhören, da sein, mitgehen. Auch das ist ein Hirtendienst. Vielleicht ein anderer – aber im Kern derselbe.

Lieber Sebastian, du hast viele Spuren hinterlassen – in dieser Gemeinde, vor allem aber in den Leben von jungen Menschen. Und wir sagen dir heute von Herzen: Danke für deinen Weg. Danke für deinen Glauben. Danke für alles, was du gegeben hast.

 

Abschiedsliturgie (nach Agende – Entpflichtung und Segnung), 19.4.2026 Pfn. Dr. R.Scheepers









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