20/04/2026 0 Kommentare
„Good Vibes“ im Guten Hirten
„Good Vibes“ im Guten Hirten
# Tansania AK

„Good Vibes“ im Guten Hirten
Mit leuchtenden Augen verließen viele Besucher am vergangenen Freitagabend die Kirche. Sie hatten noch den Klang von „Summertime“ in den Ohren. Grade hatten sie eine einzigartige Performance erlebt: die sechs KünstlerInnen des Benefizkonzerts hatten zum Abschluss gemeinsam den weltberühmten Song aufgeführt: zwei Sängerinnen mit phänomenalen Stimmen, ein Guitarist, der Satchmos Bassstimme imitierte, zwei Jazz-Pianisten legten Solos ein. Begeisterter Beifall verabschiedete die KünstlerInnen.

Insgesamt ein denkwürdiger Abschluss eines denkwürdigen Events: das Benefizkonzert zugunsten unserer Schule am Fuß des Kilimanjaro. „Swinging Church – Good Vibes for Tanzania“, das war das Versprechen und es lockte viele Besucher an.
Den Anfang machte Lenard Streicher, der mit Songs „seines Freundes“ Dean Martin und seiner Gestik, die ersten Lacher hervorbrachte. Good old Elvis war zu hören und zum Schluss ein eigener Song, eine Western-Ballade. Das Publikum unterstütze ihn dabei mit Erzeugung von Soundtracks: Pferdegetrappel, das Wiehern von Pferden und das Knallen eines Revolvers. Eine Premiere in unserer Kirche!!
Die Zweite war Esther Kaiser, die zusammen mit dem Jazz-Pianisten Alexander Wienand auftrat. Auch hier ein beeindruckender Auftakt: ein Mafia-Song „Italian Summer“, den Wienand geschrieben hatte, nachdem in Italien sein Auto ausgeraubt worden war. Esther Kaiser überraschte mit einer facettenreichen Stimme, die ganz leise, aber nachdrücklich sein konnte, aber auch lebhaft, wenn sie Musikinstrumente als Begleitung zum Jazz-Piano imitierte.
Dann Oto Gvardjancic, ein Jazz-Pianist, der seine eigenen Kompositionen spielte. Für viele Zuhörer sicher ein musikalisches Erlebnis. Für andere eine Neuheit. Gerade nach dem Spiel von Oto sagten mir einige Besucher: „Ich muss endlich mal wieder Jazz hören“. Und es gab auch begeisterte Zuhörer, die meinten, ihn mit Keith Jarrett vergleichen zu können.
Zum Abschluss dann tat Dorothee Dalg auf mit Liedern aus Musicals, die nicht kaum bekannt geworden sind. Warum fragten sich viele, nachdem sie die Songs gehört hatten. Große Emotionen spiegelten sich in den Melodien wieder und Dorothee Dalg brachte sie mit einer mächtigen, glanzvollen Stimme zum Leben. Überhaupt, diese Stimme! So verwundert es nicht, dass der Vergleich mit Barbra Streisand aufkam. Zum Abschluss dann ein Lied „Grateful“, passend zum Veranstaltungsort und zum Abend, wie Dorothee Dalg erklärte.
Das Konzert hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Die KünstlerInnen hatten sichtlich Spaß am Auftreten, das merkte man deutlich beim Jamen zum Abschluss, und sie waren freudig überrascht über die doch große Besucherzahl. Die Zuhörer nahmen ein einmaliges Musikerlebnis mit nach Hause: eine bunte Mischung moderner Musik von Jazz, Swing und Musical. Und sie dankten es mit großzügigen Spenden am Ausgang.
Die Organisatoren des Konzerts, Mitglieder des Tansania-Arbeitskreis, sind dankbar, dass KünstlerInnen diesen Formats für unsere Schule aufgetreten sind. Wir sind dankbar für die große Unterstützung von Seiten der Gemeinde. Die Fa. Eventtation hat die Spezialbeleuchtung zur Verfügung gestellt, danke auch dafür. Und danke schließlich an alle Besucher des Konzerts. Das alles hat in uns eine Idee entstehen lassen: sollen wir es nächstes Jahr wieder versuchen? Am 16. April? Mal sehen!




Text und Fotos: Ruth Pfriem
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