13/05/2026 0 Kommentare
Letzter Pfarrkonvent von Pfarrer Peter Martins als aktiver Pfarrer
Letzter Pfarrkonvent von Pfarrer Peter Martins als aktiver Pfarrer
# Gemeindekirchenrat

Letzter Pfarrkonvent von Pfarrer Peter Martins als aktiver Pfarrer
Der letzte Pfarrkonvent von Pfarrer Peter Martins im Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg führte noch einmal an einen Ort zurück, der seinen Dienst in besonderer Weise geprägt hat: die Gemeinde Zum Guten Hirten. Schon sein erster Pfarrkonvent im Juli 2017 als Gemeindepfarrer hatte hier stattgefunden – am 6. Mai 2026 auch sein letzter. Inzwischen ist aus der Gemeinde gemeinsam mit der Nachbargemeinde ein Pfarrsprengel geworden, ein sichtbares Zeichen dafür, wie Kirche sich verändert und zugleich verbunden bleibt.
Der Konvent begann mit einer Andacht zum 200. Geburtstag der Liederdichterin Julie Hausmann. Gemeinsam wurden ihr bekanntestes Lied "So nimm denn meine Hände" und zwei unbekannten Lieder gesungen – Worte, die später noch einmal aufgegriffen werden sollten.

Anschließend führte Pfarrer Martins auf digitial vorbereiteten Kieztouren die Teilnehmenden durch Friedenau: In Kleingruppen ging es bei strömendem Regen auf verschiedenen Pfaden von der Kirche Zum Guten Hirten zur Philippus-Kirche quer durch den Friedenauer Pfarrsprengel. Geschichte, kirchliches Leben und architektonische Beobachtungen verbanden sich dabei zu einem lebendigen Bild des Kiezes und seiner Gemeinden.
Zum Abschluss dankte der Superintendent Michael Raddatz Pfarrer Martins für seinen langjährigen Dienst im Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg. In seiner Erwiderung ließ dieser die verschiedenen Stationen seines beruflichen Weges Revue passieren: seine Zeit im Vikariat im Wedding, Entsendungsdienst in Zehlendorf, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Freien Universität, den Dienst als Studierendenpfarrer, die Tätigkeit als Leiter des Pastoralkollegs der EKBO und schließlich neun Jahre in der Gemeinde Zum Guten Hirten.
Wie ein roter Faden habe ihn dabei stets Gottes Wort begleitet, sagte Martins – ganz im Sinne der Verse von Julie Hausmann, die am Morgen gesungen worden waren. So verband sich an diesem Pfarrkonvent Erinnerung mit Dankbarkeit und ein persönlicher Rückblick mit der Gewissheit, dass Gottes Wort Menschen und Kirche auch auf neuen Wegen begleitet.
RS
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