22/05/2026 0 Kommentare
Wenn Konfirmation auf Pfingsten trifft
Wenn Konfirmation auf Pfingsten trifft
# Konfirmanden

Wenn Konfirmation auf Pfingsten trifft
Als das Pfingstfest kam, waren wieder alle, die zu Jesus hielten, versammelt. Plötzlich gab es ein mächtiges Rauschen, wie wenn ein Sturm vom Himmel herabweht. Das Rauschen erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Dann sahen sie etwas wie Feuer, das sich zerteilte, und auf jeden ließ sich eine Flammenzunge nieder. Alle wurden vom Geist Gottes erfüllt und begannen in anderen Sprachen zu reden, jeder und jede, wie es ihnen der Geist Gottes eingab. Nun lebten in Jerusalem fromme Juden aus aller Welt, die sich hier niedergelassen hatten. Als sie das mächtige Rauschen hörten, strömten sie alle zusammen. Sie waren ganz verwirrt, denn jeder hörte die Versammelten, die Apostel und die anderen, in seiner eigenen Sprache reden.
aus der Apostelgeschichte 2,1-6
Sturmgeräusche, Feuerzungen und plötzlich verstehen sich Menschen, obwohl alle unterschiedlich sind: Die Pfingstgeschichte klingt erst einmal ziemlich verrückt. Und gleichzeitig erstaunlich aktuell. Viele kennen eher das Gegenteil: aneinander vorbeireden, sich nicht verstanden fühlen oder sich fragen: „Wo gehöre ich eigentlich hin?“
Das macht die Pfingstwoche zu einem besonders guten Anlass für die Konfirmationen am 23., 24. und 30. Mai in unserer Kirche. 65 Jugendliche werden in diesem Jahr an drei Tagen konfirmiert. Für sie sind diese Gottesdienste in der Pfingstzeit mehr als eine Tradition: Sie sagen eigenverantwortlich Ja zu ihrem Glauben und setzen damit den Weg fort, der mit ihrer Taufe schon begonnen hat oder gerade beginnt.
Auch in der Konfi-Zeit wurde aus vielen unterschiedlichen Jugendlichen langsam eine Gemeinschaft. Manche waren laut, andere eher vorsichtig. Aber bei Fahrten, Gesprächen, Spieleabenden und gemeinsamen Aktionen entstand etwas Verbindendes. Vielleicht beginnt Gemeinschaft genau so: Menschen kommen zusammen, bringen ihre eigenen Gedanken und Geschichten mit – und merken plötzlich, dass sie verbunden sind.
Die Konfirmand*innen formulieren es selbst so:
„Wir haben gemeinsam Neues ausprobiert. Wir haben Fragen gestellt. Wir haben über Gott, Glauben und unser Leben nachgedacht. Und vielleicht auch gemerkt: Ich bin hier nicht allein.“
Und das ist ja die eigentliche Botschaft von Pfingsten: Menschen finden den Mut, sich einzubringen, ihre eigene Stimme hörbar zu machen und Teil einer Gemeinschaft zu sein. Oder wie es die Jugendlichen in ihrer Konfirmations-Pfingstpredigt formulieren werden:
„Pfingsten heißt: Gottes Geist verbindet Menschen. Nicht nur damals in Jerusalem. Sondern auch heute. Hier. Bei uns.“
pm
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