Mit Gottvertrauen den eigenen Sorgen begegnen

Mit Gottvertrauen den eigenen Sorgen begegnen

Mit Gottvertrauen den eigenen Sorgen begegnen

# Aus der Gemeinde

Mit Gottvertrauen den eigenen Sorgen begegnen

viele bunte Fürbittkarten
© S. Werner

Das Vertrauen in Gottes Begleitung und die Sorgen um die Nahestehenden sind aktuell die häufigsten Themen der Fürbitt-Karten. Seit Mai 2025 sind rund 400 Fürbitten-Karten während der Gottesdienste in der Kirche „Zum guten Hirten“ geschrieben, gesammelt und am Fürbitt-Baum aufgehängt worden. Wir Ehrenamtlichen von der Fürbitt-Werkstatt sichten und lesen regelmäßig die „geernteten Karten“. Wir sorgen auch für neue beschreibbare Karten. Der Kirchdienst legt sie dann im Gottesdienst in den Bankreihen aus und sammelt sie mit der Kollekte ein – herzlichen Dank dafür!

Aktuell sind die großen gesellschaftlichen Themen wie „Frieden in der Welt“ oder „Bewahrung der Schöpfung“ – anders als zu Beginn der neuen Fürbitt-Praxis in 2024 – seltener auf den Karten zu lesen. Es gibt jedoch viele Gottesdienst-Besucher:innen, die auf der Karte von ihren Glaubenserfahrungen berichten. Auf einer heißt es beispielsweise: „Herr, ich danke dir für deine spürbare Liebe in meinem Leben!“. Diese Karte steht für gut fünf Dutzend weitere, auf denen für die „Hoffnung“, das „Licht“, die „Begleitung“, die „Nähe“ durch Gottes Wirken gedankt wird.

Etwa ebenso viele Karten erzählen von den Sorgen um die Familie, um Freunde, um die Gesundheit – etwa „dass Mama sicher von der Geschäftsreise zurückkommt!“. Andere schreiben von ihren Alltagsängsten: „Lass mich gut durch die anstehenden Prüfungen kommen!“ Oder: „Hilf mir, den Umzug zu bewältigen!“

Und wieder andere Karten sind augenscheinlich direkt aus dem Moment heraus geschrieben: „Die Predigt der Pfarrerin war gut und ansprechend. Sie war persönlich, was gut war.“ Und es gibt kleine „Kunstwerke“ zu bestaunen: Herzen, Smileys, Strichmännchen oder eben die Lutherrose. 

Die hohe Anzahl der Karten zeigt, dass die neue Fürbitt-Praxis in der Gemeinde angekommen ist. Darüber freuen wir uns von der Fürbitt-Werkstatt sehr. Wir wollen auch weiterhin den Gottesdienstbesucher:innen die Gelegenheit geben, das, was sie bewegt in der Kirche auf einer Karte vor Gott zu bringen – im Vertrauen darauf, dass die Fürbitten erhört werden und Gott sie in ‎Segen wandelt. Mit dem Benennen und Aussprechen der Bitten – so klein und so groß sie auch sein mögen - rücken wir als Gemeinde zusammen und erkennen, dass uns oftmals ähnliche Themen bewegen. Gemeinsam wirken wir damit Ohnmacht und Hilflosigkeit ‎entgegen, die uns angesichts der großen Weltlage und aufgrund von Sorgen in unserem ‎nahen Umfeld gleichermaßen belegen können. 

Die Fürbitt-Werkstatt plant, künftig verstärkt die Taizé-Andachten mitzugestalten. Denn ein Teil der aufgehängten Fürbitt-Karten soll im Rahmen der Abendandacht in anonymisierter Form gelesen werden, um die in der Fürbitte aufgeschriebenen Gebetsanliegen auch durch das gesprochene Wort vor Gott zu bringen.

Geplant ist zudem, alle Karten eines Jahres im Rahmen eines Gottesdienstes zum Jahresende zu würdigen und zu segnen, um sie anschließend in der Feuerschale zu verbrennnen.

Aktuell arbeiten neun Ehrenamtliche in der Fürbitt-Werkstatt mit. Wir treffen uns etwa einmal pro Quartal und regelmäßig zur Taizé-Andacht. Auch freuen wir uns über jede und jeden, der sich in den Prozess einbringen oder uns von seinem Erleben mit dem Fürbitt-Baum erzählen möchte. Einfach im Gemeindebüro melden und dort eine Nachricht für uns hinterlassen. Wir melden uns dann gerne zurück!

Susanne Werner für die gesamte Fürbitt-Werkstatt

© S. Werner

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